Die Geschichte unseres Vereins

Am 20. Januar 2024 wird der TSV Wallhöfen 100 Jahre alt. Der Verein mit annähernd 900 Mitgliedern bietet heute viele Möglichkeiten, gemeinsam Sport zu treiben. Der Blick zurück zeigt, was aus Freude am Sport, Zusammenhalt und Gemeinsinn entstehen konnte. 
Habt Ihr auch Bilder und Dokumente? Wir werden sie in unserer Chronik darstellen. 

1924  

Frauen- und Männerturnriege aufgestellt zum Gründerfoto

Das ist das älteste Foto des Vereins. Zu sehen ist die Frauen- und Männerriege des TV Wallhöfen im Jahre 1924. Der erste Vorsitzende und Mitbegründer Lehrer Ropeter ist in der Mitte zu sehen. Die Initiative ging von Nikolaus und Hinrich von Glahn und Johann Gerken aus. Von 1925 bis 1956 leitete Karl Gerken den Verein.

Bei Petroleumlicht gab Ropeter in Hausschuhen die ersten Turnstunden an selbst gefertigten Turngeräten auf dem Saal der Gaststätte Jacobs. 

1924 

Akkurate Buchhaltung

Es handelt sich wahrscheinlich um die Handschrift des Lehrers Ropeter, der im ersten Jahr nach der Vereinsgründung die Teilnahme an den Übungen dokumentierte. Der Eifer ließ dann nach. Es sind die Namen der alten Dorfgemeinschaft vertreten. Im ersten Jahr sind 36 Männer namentlich aufgeführt. Die Liste der Turnerinnen liegt nicht vor, allerdings wurde die Anzahl der Teilnehmerinnen notiert. Beim Treffen am 17. September 1924 nahmen 29 Herren, 18 Jugendliche und zwölf Damen teil - eine beachtliche Anzahl, da damals die Einwohnerzahl der selbstständigen Gemeinde Wallhöfen deutlich geringer war als heute.

1924 

Kassabuch noch vorhanden

Es ist erstaunlich, dass der heutige Vorstand die Belege und Kassenberichte aus der Gründerzeit noch aufbewahrt hat. So bekommen wir einen Einblick in die Aktivitäten des Vereins vor 100 Jahren. Neue Mitgliederinnen und Mitglieder hatten ein Eintrittsgeld zu zahlen, ein Sommerfest und eine Werbeveranstaltung füllten die Kasse. Zu zahlen waren z.B. Vergnügungssteuer (an die Gemeinde), für Musik (50 Mark), an das Landratsamt und an den Turngau. Beschafft wurden z.B. Magnesium, Holz sowie Trommeln und Pfeifen.

1928 

Turnen, Trommeln und Pfeifen

Ohnehin war Turnen lange Zeit das Hauptanliegen des Turnvereins Wallhöfen. Die Turngeräte wurden selbst gebaut, geturnt wurde unter Eichen, auf der Wiese oder im Saal der ehemaligen Gaststätte Jacobs an der jetzigen B-74. Es gab noch keine weiteren Sportarten aber einen Trommel- und Pfeifenclub, dem kurz nach der Gründung 1925 die Luft ausging. Die Frauengruppen waren auch damals besonders aktiv. Das Sporttrikot mit einem aufgestickten weißen TV W schon damals schwarz.

1929 

Die weibliche Turnriege 

Es ging für damalige Verhältnisse, wir schreiben das Jahr 1929, progressiv zu. Männer, Frauen und Kinder vereint in einer Turnriege. Das ist Ergebnis der Demokratisierung in Deutschland durch die sog. Weimarer Republik. 
Dieses Foto entstand vermutlich in oder an der Gaststätte Jakobs. 

1933

Aufmarsch zum Gruppenturnfest

Dieses Bild ist in mehreren Büchern und Broschüren abgedruckt und unterschiedlich datiert. Vermutlich handelt es sich um den Aufmarsch anlässlich eines Gruppenturnfestes am 31. Mai 1933. Uns liegen Programm und Einladungen vor, die von nationalistischer Sprache durchsetzt sind. Die Einladung endet enthält die Grußformel "MIT DEUTSCHEM GRUß". Sprache und Art des Aufmarsches sind Vorboten der nationalsozialistischen Verbrechen an vielen Millionen "nichtdeutschen" Menschen. Auf dem Bild marschiert wenige Monate nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 (sie reagierten in einer Koalition mit nationalkonservativen Parteien) der Vorstand gefolgt von SA (Abkürzung für Sturmabteilung) der NSDAP in schneidiger Uniform. Die Aussage in verschiedenen Schriften, die Vereinsarbeit habe während der nationalsozialistischen Diktatur geruht, ist falsch.

1949/50

Aufgestellt mit Siegerkranz - Fußballer des TSV Wallhöfen


Hier siehst du eine erfolgreiche Fußballmannschaft in den Nachkriegsjahren nach dem ersten erfolgreichen Match. Viele der dort abgebildeten Fußballer waren noch bis vor zwei Jahrzehnten auf der Sportanlage anzutreffen. Das Foto entstand am Sportplatz Ecke Bergstraße/B-74. Von links: Hans-Richard Lütjen, Vater des heutigen Landrats, Bruno Machui, Herrmann Grotheer, Hermann Bälder, Walter Schaper, Günter Weidling, langjähriger Vorsitzender des Vereins, Johann Renken, Walter Frerks, Hans Wilhelm Buer, Willi Feldkamp und Günter Kück, auch Fleiten Kück genannt, weil er lange Jahre als Schiedsrichter aktiv war.
Der eigentliche Gründungstag der Fußballclubs Wallhöfen war der 23.12.1949. Er schloss sich dem TSV Wallhöfen im Januar 1950 als Sparte an.
Das erste Spiel fand im Juni 1950 statt. Die Fußballer siegten mit 1 zu 0 gegen Blau-Weiß Bornreihe ;-).

Weitere Mannschaftsfotos findest Du in der Galerie.

1954

Jungmannen werden Kreismeister

Wenige Jahre nach Gründung stellen die Wallhöfener Jungmänner eine Mannschaft, die den ersten großen Titel erringt. Einer in der Runde, der kräftige und drahtige Bruno Polkehn, lebt noch und kann berichten. Wallhöfen stellte damals eine Herrenmannschaft, eine sogenannte Reserve, eine Jugend- und eine Schülermannschaft. Die Herrenmannschaft konnte in die Bezirksklasse aufsteigen. Die Anreise erfolgte, wenn möglich, mit dem Rad. Entferntere Ziele steuerten sie auf der Ladefläche eines Lastkraftwagens an. Lange Zeit (bis 1963) ging es bergauf, danach bergab. Spieler hörten auf, verließen den Verein. Nach einer Zeit ohne Herrenfußball startete man neu in der Kreisklasse und wurde wieder eine Adresse im Landkreis. Der Aufstieg der Fußballer ist mit dem Namen Bernhard Wohltmann verbunden. In kurzer Zeit gelang ihm der Neuaufbau über die Jugend. In allen Altersklassen stellte der Verein  Jugendmannschaften und in der Folge erstarkten die Herren. Helmut Hahn setzte die Arbeit fort und motivierte später sehr viele Schülerinnen und Schüler, diesen tollen Mannschaftssport auszuüben.

1957

Das Vereinslokal wechselt von Jacobs zu Büggel

In der Folge baute man auch einen Sportplatz, der hinter der Gaststätte lag und wegen der Enge gefürchtet war. Die Gaststätte betrieb damals Heinz Büggel, der daneben noch Landwirt war. 1975 übernahmen Helmut Steneck und seine Frau Anneliese, geborene Büggel, das Gasthaus. Unzählige Sportlerbälle, Turnvorführungen, Spartenversammlungen und Jahreshauptversammlungen wurden in dem 1952 erbauten Saal veranstaltet. Heute betreiben Andrea und Ralf Steneck das Gasthaus. Nach einer großen Erweiterung im Jahr 1995 haben beide mit viel Geschmack und Aufwand Küche, Saal und angeschlossene Räume modernisiert und sind eine sehr gute Adresse für kleine und ganz große Veranstaltungen.
Das Foto zeigt eine fröhliche Runde im Schankraum, am Zapfhahn Heinz Büggel.

1965

Der Sportplatz an der Vereinsgaststätte

Ein gewohnter Anblick: Unsere Vereinsgaststätte, die sehr alte Eiche an der B - 74, die dort schon wuchs, als die Straße noch Bremer Heerstraße hieß und hinter der Gaststätte, an den Kreidelinien zu erkennen, der Fußballplatz. Mit dem Bau des Waldstadions hat er ausgedient. Das Foto entstand in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

1968

Wallhöfen in den sechziger Jahren 

War das die Blütezeit des Dorfes? Vor der Landflucht, der Zentralisierung und dem globalen Handel bietet Wallhöfen vieles von dem, was ein Dorf lebenswert macht. Eine Infrastruktur mit drei Kaufhäusern, vier Gaststätten als täglicher Treffpunkt, einer Raiffeisen Warengenossenschaft, einer Molkerei, Schmiede, Bus- und Bauunternehmung. Die Einwohnerzahl steigt und der Verein wächst beständig.

 

1969

Baubeginn am Waldstadion

Es gilt als Kleinod - dieses ganz besonders schöne am Rande des Naturschutzgebiets Heilsmoor gelegene Waldstadion. Der Bau war eine Mammutaufgabe. Planung und Umsetzung dauerten sechs Jahre, erforderten außerordentliche Tatkraft, Mut und viel Schweiß.
Es handelte sich um eine der großen Leistungen des Kleeblatts im Vorstand des TSV Wallhöfen. Unter dem Vorsitz von Günter Weidling versammelten sich Jan Rohde, Carl-Dieter Sancken und Bruno Polkehn und trieben die vielen Ehrenamtlichen zu außerordentlichen Leistungen an.
Bevor das Stadion gebaut wurde, mussten allein sechs Sportplätze hergerichtet werden. Plätze befanden sich am Funkturm, an der Molkerei, in der Siedlung (der sog. Heidesportplatz), auf einer Wiese am Hause Schröder und hinter der Gaststätte Zum Schützenhof.
Fünf dieser Plätze hat die Vereinslegende Bruno Polkehn betreut und gepflegt. Er erhielt den Titel Ehrenplatzwart, als er 2007 als Platzwart zurücktrat.
Über Bruno erfährst Du mehr in der Rubrik Menschen im Verein.
Die Fotos aus der Bauphase stammen aus dem Archiv des Vereins, das Jan Rohde während der letzten Jahrzehnte führte. 


1972

Tischtennisabteilung sorgt für breiteres Angebot

Neben verschiedenen Turnangeboten und dem Fußballsport etabliert sich eine Tischtennis-Abteilung. Hinrich Wischhusen gründete sie mit interessierten Sportlerinnen und Sportlern. Man spielte zunächst auf dem Saal der Gaststätte Jacobs und später in der Sporthalle Wallhöfen. Auch auf Wischhusens Initiative hin finanzierten Land, Kreis und Gemeinde eine großzügige Schulturnhalle, die auch dem TSV zur Verfügung stand. In den Folgejahren boomt dieser Sport. Die Reihe der Spartenleitungen ist lang und interessant. Nach Wischhusen waren Otto Grotjohann, Bernhard Wohltmann, Tekla Wischhusen, Georg Mikschl und seit 1986 Volker Böschen in der Leitung aktiv. Unter Tekla Wischhusens Leitung werden erstmals drei Frauenmannschaften gemeldet. In den späteren Jahren verzeichnete die Sparte zahlreiche Meisterschaften und Aufstiege, die in späteren Beiträgen gewürdigt werden. Tischtennis im TSV verbinden wir alle mit Volker Böschen, der an anderen Stelle ausführlich vorgestellt wird.

1972

Bei Baumaßnahmen wird ein geschichtlich wertvolles Hügelgrab freigelegt

Das Foto zeigt das freigelegte Hügelgrab. Die Bauarbeiten gerieten ins Stocken. 

In dem seit der Steinzeit bevorzugten Siedlungsraum lagen zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch mehr als 40 Hügel- und fünf Großsteingräber sowie mehrere Urnenfriedhöfe. Vier Hügelgräber wurden im Zuge des Baus ausgegraben. Der Grabhügel Nr. 70, freigelegt auf dem Gelände des heutigen Waldstadions, hat wissenschaftlich besondere Bedeutung. Mehr Informationen findest Du hier: 

 

1974 

Am 19. Mai wird das Stadion im Rahmen einer Sport- und Festwoche eingeweiht

 

Der oben abgebildete Artikel erschien auf Seite 1 des Osterholzer Kreisblatts vom 18./19. Mai 1974. In der Folgewoche waren die Seiten voll von Berichten über die sich anschließende Sportwoche. Die endete mit einem Festtag am 26. Mai mit vielen Reden, tollen Vorführungen, dem Endspiel der Pokalwoche und deftigem Essen aus der Feldküche. 


In aller Kürze: Die Gemeinde Vollersode erwarb 26 Morgen Nadelwald (65.000 qm) und stellte die Fläche dem TSV Wallhöfen und dem Schützenverein Wallhöfen zur Verfügung. Die Nadelbäume wurden gerodet, 7000 cbm Sand wurden bewegt und schweres Gerät der Bundeswehr kam zur Unterstützung. Über 4.000 freiwillige Arbeitsstunden leisteten Vereinsmitglieder. Die regionalen Gewerbetreibenden spendeten und halfen mit Sachmitteln. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 380.000 DM. Der heutige Wert der Anlage wird mit mehreren Millionen Euro beziffert.
Das Ergebnis der Gemeinschaftsarbeit kann sich sehen lassen: 2 große Sportplätze, Laufbahnen, eine Rodelbahn, Umkleidekabinen, eine Mehrzweckhalle, eine hochmoderne Schießanlage entstanden. 
Bei den Erdarbeiten legte man urgeschichtliche Gräber frei. Man unterbrach die Arbeiten und unterstützte die Denkmalschützer bei der Bergung der sensationellen Funde. Im Mai 1974 ist es soweit. Die Anlage stand und wird seither intensiv genutzt.
Allen Beteiligten muss man auch rückwirkend dankbar sein.


1975 

Die Tanzgruppe macht Furore

Ein besonderer Leckerbissen und zugleich eine sportliche Herausforderung war der Auftritt der Tanzgruppe im TSV Wallhöfen. Dieses Foto stammt aus dem Jahr 1975. Männer und Frauen aus verschiedenen Sparten trauten sich was, kleideten sich im Stil der zwanziger Jahre und traten auf Veranstaltungen des Vereins wie dem Turnerball auf. Tosender Applaus.

1975 

Badminton erobert Wallhöfen

Es sind drei Wallhöfener Familien, die den Entschluss fassten, ein Badmintonteam zu gründen. Lütjens, Breithaupts und Schneiders begeisterten noch andere Sportlerinnen und Sportler und stiegen 1975 in den Punktspielbetrieb ein. Otto und Marliese Lütjen gaben ihre Begeisterung an die Kinder Deike, Bianca und Niko weiter. Letzterer leitet seit vielen Jahren die Sparte und ist zudem Fachwart des Landkreises Osterholz.
Der Sparte sind über 100 Menschen beigetreten. Sie liefert beständig gute Leistungen und Schlagzeilen im Osterholzer Kreisblatt.
 

1975 

Modernes Wallhöfen?

Zeitgleich entstand der Funkturm in Wallhöfen. Damals galt er als ein Symbol der Moderne. Nachdem bekannt wurde, welche gesundheitlichen Gefahren durch die vom Funkturm ausgehenden Strahlungen ausgehen können, machte sich Skepsis breit. Diese Postkarte, erhältlich im Einkaufsmarkt Otto Buer, sollte für den Ort werben. Sie zeigt die ebenfalls neu erbaute Kirche, den Funkturm, das Denkmal, das Waldstadion und das Kaufhaus Buer. 


1980

Tennis boomt - Der TSV gründet eine Tennisabteilung

Auf der Gründungsversammlung trafen sich im Jahre 1980 43 Tennisbegeisterte und gründeten eine weitere Sparte. Boris & Steffi entfachten später eine so große Begeisterung, dass 1987 sechs Mannschaften am Punktspielbetrieb teilnahmen und zwei Staffelmeisterschaften errangen. Auf diese Zeit blicken Spartenleiter Cord Wienstroh und einige Spielerinnen und Spieler aus der Gründungszeit mit Wehmut zurück. Auch die 1982 errichtete Tennisanlage nebst dem1984 erbauten Tennisheim hatten schon bessere Tage erlebt.
Auf dem Foto übergibt der Vereinsvorsitzende Weidling Spartenleiter Bäker den symbolischen Schlüssel, im Hintergrund der legendäre Samtgemeindedirektor Thom und der Vorsitzende des KSB Flathmann.

Das Team aus den Achtzigern wünscht sich sehnlichst renovierte Tennisplätze und aktive junge Sportlerinnen und Sportler. 

1999

Der Vorstand des TSV Wallhöfen anlässlich der 75 Jahr-Feier


Diese Gruppe hat zum Aufstieg des TSV Wallhöfen zu einem der größten Vereine des Landkreises Osterholz beigetragen, der Vorstand der 80iger und 90iger Jahre. Auf dem Foto in der vorderen Reihe von links Bruno Polkehn, 2. Vorsitzender, daneben der langjährige Vorsitzende Günther Weidling, 3. von links der Kassenwart Carl-Dieter Sancken und der Schriftführer Jan Rohde. Abgelichtet ist die damalige Spartenleiterin Marina Ahrensfeld. In der oberen Reihe von links sind der Spartenleiter Badminton Karl-Heinz Breithaupt, der legendäre Jugendleiter Fußball Helmut Hahn, der Pressewart Bernhard Wohltmann, der Spartenleiter Tennis Günter Bäker und der stellvertretende Spartenleiter Fußball Ewald Dettmar.

1989

Jugendarbeit bei den Fußballern nimmt Fahrt auf

Im Jahre 1966 begann Bernhard Wohltmann mit dem Neuaufbau des Jugendspielbetriebs. Bald kann der TSV in allen Altersklassen eine Mannschaft aufstellen. Bis 1979 blieb Wohltmann Jugendleiter. Es folgten der große Helmut Hahn, Manfred Kück und andere engagierte Menschen. Inzwischen liegen viele Mannschaftsfotos vor. Beispielhaft habe ich dieses ausgewählt. Es zeigt die F-Jugend des Vereins als Sieger eines Turniers 1989. Die damaligen Betreuer sind Heinrich Oetting (links) und Uwe Lütjen. Mario Zakhama, untere Reihe, 2. von links, berichtet über seine Jahre in der Fußballabteilung des Vereins:

 „Für mich war es eine sehr schöne Zeit, für den TSV Wallhöfen zu spielen. Fing ich noch in der Abwehr rechts und später als Libero an, so ging ich ab der C-Jugend dann durchgehend und erfolgreich mit meinem Sturmpartner Tobias Kück auf Torejagd. Wir alle im Team kannten uns so lange und gut, dass eine tolle Gemeinschaft auf und neben dem Platz entstanden ist.“ 

1990

Heino Oettings Foto-Archiv

Zu Besuch bei Heino Oetting. Er hat in seiner Laufbahn als Fußballer, Trainer und Schiedsrichter viele Jungen und Mädchen trainiert. Als bekennender Breitensportler mit sportlichem Ehrgeiz konnte er mit seinen Mannschaften einige Titel nach Wallhöfen holen.
Die von Heino zur Verfügung gestellten Gruppenfotos findet Ihr in der Galerie. 

1990

Gründung des Damenfußballteams

Ein Aufruf im Osterholzer Kreisblatt war der Startschuss für eine überaus erfolgreiche Geschichte des Frauenfußballs in Wallhöfen. Etwa 25 junge Mädchen und Frauen ab 14 trafen sich zu einem ersten Training mit den Coachs Karsten Ziegler und Harald Müller. Deike Lütjen, Claudia Wohltmann, Sandra Meyer, Natalie Baake, Bianca Lütjen, Tanja Trenner, Stefanie Tietjen, Natalie Tietjen, Sandra Rußmeier, Karin Wohltmann, Nicola Warnken, Julia Meyer, Silvia Gießler, Karin Strümpler, Stefanie Frerichs, Bianca Kück, Christina Brunßen und Sonja Richter trafen sich zum ersten Training. Statt Trikots trug man T-Shirt mit dem Aufdruck "Sicher ist sicher", der Slogan einer Versicherung. Die erste dokumentierte Sportverletzung war ein Muskelfaserriss.
Wenig später stießen Denise Baake, Kathrin Drews, Carola Kempf und Wiebke Oetting zum Team. Zu Beginn hagelte es Niederlagen. Auch erste Siege waren zu verzeichnen. Die Saison 91/92 schloss das Team mit Platz 7 von 11 Teams ab. Es dauerte einige Jahre, bis die Frauenmannschaft des TSV Wallhöfen beste Mannschaft im Kreis Osterholz wurde. Das erste Double schaffte das Team im Juni 1998.

1998/1999

Wallhöfens F - Jugend beim Foto-Shooting

Das ist Wallhöfens F-Jugend in der Saison 1998/99. Michael Stelljes und Heino Oettinmg sind die Trainer. Auf dem Foto seht Ihr in der vorderen Reihe Nils Bey, Dennis Arndt, Malte Hruska, Patrick Stelljes und Elena Riggers, dahinter von links Oliver Bavendamm, Jan Hendrik Gantzkow, Kilian Hanuschek, Merlin Stracke und Julian Feldkamp.

2000

Ohne sie geht nichts - Die Montagsturner

Seit vielen Jahren bilden sie eine aktive Kerngruppe im Verein. Sie treffen sich meistens montags und Frauen wurden noch nicht gesichtet - da liegt es nahe, sich Montagsturner zu nennen.
Das Vereinsleben im TSV ist sehr stark durch die Montagsturner geprägt, weil sie nicht nur Sport treiben, sondern immer anzutreffen sind, wenn Aktivität erforderlich ist: Hallensportfest, Sommersportfest, Abnahme des Deutschen Sportabzeichens, Platzdienst, Wandertage und vieles mehr leisten die meistens nicht mehr ganz jungen Männer.

2003

Der große Brand

Diese Meldung erschüttert Menschen, die es mit dem Verein gut meinen. Am 21. Mai 2003 brennt das Vereinsheim bis auf die Grundmauer runter. Der damalige Vereinsvorsitzende Wilfried Jokisch hörte das Heulen der Sirenen und musste miterleben, dass das Vereinsheim bis auf die Grundmauern abbrannte, die nahegelegene Schützenhalle aber nahezu unversehrt blieb. Nach Wochen der Trauer wurde angepackt und mit den finanziellen Möglichkeiten,  die durch  Versicherung, Spenden, Vereinsmitglieder und der Gemeinde Vollersode entstanden, wird das Heim neu aufgebaut. "Schöner, größer, moderner!" bringt es Wilfried Jokisch auf den Punkt. Als gelernter Architekt brachte er sich seinerzeit umfänglich ein und so kann man festhalten, dass das heutige Vereinsheim vor allem auch seine Handschrift trägt.
Der unten angefügte Artikel erschien 2019 im Osterholzer Kreisblatt.

Vorgestellt: Menschen im Verein


Bruno Polkehn

Bruno Polkehn ist der Anpackende. Er war 32 Jahre Platzwart des Vereins und schaffte es mit wenigen Hilfsmitteln, die Plätze und das gesamte Terrain vorzüglich zu pflegen. Die Plätze erhielten die richtige Menge Feuchtigkeit, ausreichend Nährstoffe und regelmäßigen Schnitt. Als Feind des Sportrasens machte der den Maulwurf aus, der paradoxerweise überall dort auftaucht, wo die Böden gesund sind.
Bei all der ehrenamtlichen Arbeit blieb Bruno immer humorvoll. Er steckte Kritik weg, ließ sich nicht beirren und überzeugte durch seine Herzlichkeit und seine Fähigkeit, Menschen für den Verein zu gewinnen.

Zu Recht erhielt er einen liebevollen Artikel im Osterholzer Kreisblatt.

Die Chronik wird fortgesetzt.