Jan Rohde

Er empfängt mich in seinem Wohnzimmer. Auf dem Tisch liegt ein großer Stapel penibel geordneter Aufzeichnungen der Vereinsarbeit der letzten fünf Jahrzehnte: Protokolle, Artikel, Teilnahmelisten. "Der Sport hat mir viel bedeutet - meine Töchter kamen vielleicht manchmal zu kurz", äußert er sich nachdenklich. Sabine, Maren, Jutta und Bärbel, die Jüngste, wurden kurzerhand mitgenommen, in die Halle, ins Waldstadion, zu anderen Vereinen. Sabine erinnert sich, wie sie ihn als Schiedsrichter begleiten durfte und an der Außenlinie auf den Abpfiff wartete.
Bei der Evangelischen Jugend trifft Jan seine spätere Frau Ursel, er studiert nach der Mittelschule und einer Zimmererlehre Bauingenieurwesen in Bremen und gleich nach dem Studium wird geheiratet. Die Familie wächst. Drei Generationen wohnen fortan in dem Haus in der Dorfstraße mit Blick ins Teufelsmoor. Sein Vater Karl betrieb in dem Haus bis 1976 die Zimmerei Rohde. Die ehemalige Werkstatt dient jetzt als weiteres Wohnzimmer. Jans Herz schlägt für den Breitensport. Als Sport- und Pressewart ist er mehr als fünf Jahrzehnte Teil eines Vorstands und arbeitet unermüdlich daran, dass neben der Macht des Fußballs viele andere Sportarten sich etablieren können: Tischtennis, Tennis, Badminton, Rhönrad, Kinderturnen, Radfahren, Yoga, um nur einige der Angebote zu nennen. "Die Breite des Angebots macht den Verein interessant." Davon ist Jan noch heute überzeugt. Er selbst leitete Turngruppen, lange stand er den Montagsturnern vor. 
Geboren im Jahr 1938 gehört er mit zu den ältesten aktiven Sportlern. Er hat seit einiger Zeit mit einem Augenleiden zu kämpfen. Vor allem der Tod seiner Frau Ursel hat ihn sehr getroffen. Froh ist er, dass Tochter Sabine und Enkelin Hanna im Haus sind. Auch Hunde und Hühner sorgen für buntes Leben im Hause Rohde. "Wäre Sabine nicht da, würde ich nichts mehr zu essen kriegen", scherzt er. Der Donnerstag ist sein Sporttag. Dann fährt er mit dem Fahrrad ins Waldstadion und plaudert bei Kaffee und Kuchen mit seinen Sportkameraden aus der Radfahrgruppe.

Volker Böschen

Er unterbricht das Training nur kurz und lächelt, als er auf die 50-Jahr-Feier der Sparte angesprochen wird. "Klar", sagt er, "wir alle sind ein wenig aufgeregt, aber wenn es los geht, dann ist das verflogen." Von den 50 Jahren hat er annähernd 40 Jahre in führender Position, meistens als Spartenleiter, mitgestaltet. Von Georg Mikschl übernahm er die Aufgabe und übt sie mit wenigen Unterbrechungen bis heute aus. "Meine Frau hat mich hierher gelotst. Sie gehörte zu der erfolgreichen Damenriege und ich spielte 1983 noch in Hambergen."
Er hat es nicht bereut. "Der Sport gehört zu meinem Leben," sagt er.  

Siegfried Arndt

Schon mit 17 Jahren besorgte er sich Fußballschuhe, machte sich auf den Weg von Heißenbüttel nach Wallhöfen und spielte heimlich, der Vater durfte es nicht wissen, bei den Jungmannen des TSV. Er war in einer Mannschaft mit Bruno Polkehn und den beiden Behlings. Damals, 1959, verlor er sein Herz an den Fußball. Er war ein gefürchteter Abwehrspieler, hart und kompromisslos. Der FC Hambergen, damals eine Macht, wurde bald sein Stammverein. Er heiratete 1963 Doris, wird Vater dreier Kinder und treibt seinen Sport weiter. 1971, Siegfried ist inzwischen 31 Jahre alt, baute die Familie in Wallhöfen. Sofort machte sich Jan Rohde auf den Weg und gewann Siegfried für die Jugendarbeit. Das war der Beginn einer jahrzehntelangen ehrenamtlichen Arbeit für den Verein. Bis zu einem Kreuzbandriss blieb er aktiver Spieler, dann beschränkte er sich darauf, sein handwerkliches Geschick im Waldstadion einzubringen. Er baute den ersten großen Gasgrill - zu Heimspielen versorgten er, Helmut Koslowski, Klaus Müller und Henri Meier zwei Jahrzehnte Spieler und Zuschauer. Bei den Montagsturnern ist er bis zum Frühjahr aktiv. Eine schwere Operation warf ihn zurück. Er sitzt im Rollstuhl und arbeitet hart daran, wieder gehen zu können. Er will endlich wieder in seiner Werkstatt schaffen und seine Sportkameraden im Waldstadion treffen.

Carl-Dieter Sancken

Gemeinsam mit Günter Weidling, Jan Rohde und Bruno Polkehn und anderen Aktiven steht Carl-Dieter Sancken für eine Blütezeit des Vereins. Er zog 1964 mit seiner Frau Helga nach Wallhöfen und wurde 1968 Schatzmeister des Vereins. In dieser Zeit entstand das Waldstadion, die Gemeinde Vollersode baute eine Turnhalle und die Mitgliederzahl stieg zwischenzeitlich auf  über 1000. Carl-Dieter war als ehemaliger Chef der Volksbank besonders geeignet, die Kasse zu führen. Er übernahm eine Kiste mit Belegen und modernisierte in den achtziger Jahren die Buchhaltung. Zunächst über Schlüsselblätter bis hin zu einem Excel - Programm für Vereinsbuchhaltung verbuchte er den stetig steigenden Umsatz. 1990 übernahm Otto Grotjohann die Kassengeschäfte.  
Gemeinsam mit seiner Frau Helga ist Carl-Dieter noch heute sportlich aktiv. Auch bei Arbeitseinsätzen am Stadion trifft man ihn an. Sanckens Kinder Dörte und Hartmut führten Generationen junger Menschen an den Rhönradsport (eigener Abschnitt).

Cord & Otto & Carl-Dieter 

und die Kasse des Vereins 

Die drei Männer stehen für 55 Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit im TSV. Der Vorstand ist so etwas wie der Maschinenraum eines Vereins. Er steuert, unterstützt und motiviert. Kontinuierlich und überaus genau muss der Schatzmeister arbeiten. Der Verein hat das Glück, dass in der Vergangenheit drei außerordentlich zuverlässige Männer Kasse und Mitgliederverwaltung betrieben. 
Carl-Dieter Sancken übernahm 1968 ein Einnahmen - Ausgaben - Buch, gab 1990 eine elektronische Kassenführung an Otto Grotjohann weiter und der übergab die mittlerweile hochmoderne Buchhaltung 2014 an Cord Wienstroh. Cord verwaltet einen Haushalt mit einem Volumen von über 100.000 Euro. Die Belege, die er aufbewahren muss, nehmen mittlerweile mehrere Meter seines Regals ein. Das Foto zeigt Otto und Cord im Waldstadion. In einigen Kurzfilmen kommen sie zu Wort.

Otto Grotjohann

Er ist dem Verein seit vielen Jahren verbunden. Er ist Mitbegründer der Tischtennis-Abteilung und leitete die Sparte über viele Jahre. Daneben war er lange Zeit Vorsitzender des Schützenvereins Wallhöfen. Als Schatzmeister arbeitete er 24 Jahre für den Verein.

Cord Wienstroh

In unmittelbarer Nachbarschaft zu Carl-Dieter und Otto wohnt seit fast vierzig Jahren Cord. Wenn man ihn besucht, wird man von zwei freundlichen Hunden begrüßt, erhält ein Getränk und darf den unvergleichlich schönen Blick von seinem Grundstück über das Teufelsmoor genießen. Cord arbeitete bis vor wenigen Jahren in seiner Heimatstadt Bremen und ist seiner Wahlheimat Wallhöfen eng verbunden. Neben der sehr aufwändigen Arbeit als Schatzmeister leitet er die Tennissparte. Er strahlt Zuversicht aus und hat erkennbar Freude an seiner ehrenamtlichen Tätigkeit.

 Bruno Polkehn

 

Bruno Polkehn ist der Anpackende. Er war 32 Jahre Platzwart des Vereins und schaffte es mit wenigen Hilfsmitteln, die Plätze und das gesamte Terrain vorzüglich zu pflegen. Die Plätze erhielten die richtige Menge Feuchtigkeit, ausreichend Nährstoffe und regelmäßigen Schnitt. Als Feind des Sportrasens machte der den Maulwurf aus, der paradoxerweise überall dort auftaucht, wo die Böden gesund sind.
Bei all der ehrenamtlichen Arbeit blieb Bruno immer humorvoll. Er steckte Kritik weg, ließ sich nicht beirren und überzeugte durch seine Herzlichkeit und seine Fähigkeit, Menschen für den Verein zu gewinnen.
Ohne Brunos Tatkraft wäre der Bau der tollen Sportanlage inklusive Vereinsheim nicht so optimal ausgefallen.
Bruno wurde mit einem Artikel im Osterholzer Kreisblatt gewürdigt.

Karin Schumacher (Wohltmann)

Sie ist unsere Pionierin im Frauenfußball. Das Fußballgen kommt vom Vater Gerd, einer der überragenden Fußballer Wallhöfens, Torhüter, Auswahlspieler und Garant für viele erfolgreiche Spiele. Auch ihre Brüder kicken und so entschloss sich Karin, als ganz junges Mädchen bei den Jungen mitzukicken. In all den Jugendmannschaften bis zur D-Jugend (ab der D - Jugend wird nach Geschlechtern getrennt gespielt) ragt sie heraus, spielt je nach Anforderung im Tor oder im Sturm. Das spätere Frauenteam führt sie an, vielen jungen Frauen gibt sie ein Beispiel: Denise, Bianca, Karin, Nadine, Mareike, Jasna, Katja und viele mehr machen es ihr nach. In der Blütezeit etablieren sich Wallhöfens Frauen, es gibt zwischenzeitlich zwei Teams, Aufstieg um Aufstieg bis hin zur Landesliga wird gefeiert. Sie lassen über Jahre die weniger erfolgreichen Herrenteams hinter sich. Im Kampf gegen die Benachteiligung der Frauen in diesem Sport z.B. bei der Platzwahl, bei dem Catering ("Warum gibt es bei den Herrenteams Bratwurst und Getränke und bei unserem Spiel nicht?") gibt es Fortschritte: Bei den Punktspielen werden Bratwürste angeboten.
Ein Regionalligist will Karin für sich gewinnen, doch sie bleibt dem Verein treu. Nach Rückschlägen (2 Kreuzbandrisse!) kämpft sie sich zurück und bleibt bis zu ihrem Ausscheiden im Alter von 35 Jahren Wallhöfens erfolgreichste Fußballerin. Heute kickt noch mit ihren Söhnen ("Sie sind recht talentiert."), spielt Volleyball und joggt regelmäßig im Waldstadion. 
Weitere Informationen über Karins sportliche Laufbahn findest Du unter GALERIE. Über den Mädchen- und Frauenfußball wird an anderer Stelle ausführlich berichtet.

Stefan Steneck

Seit gefühlt einer Ewigkeit ist er dabei, wenn sich unterschiedliche Gruppen auf den Weg machen, um Altpapier zu sammeln. Er fährt den Traktor. Jedes Jahr nimmt der Verein gutes Geld ein, das der Schatzmeister der Sparte zuordnet, die die Arbeit leistet. Stefan sieht man auch oft am Waldstadion. Gemeinsam mit Jens Mauer pflegt er das Grün, sammelt Kippen und Kronkorken ein und steht immer für ein Gespräch zur Verfügung.